Alltagshelden ohne Ruhm © Kitchen Cowboys 2009

Tanzen (© Text: M Wellershoff, Musik: P Bethge)

Schau dich an, wer du bist, wer du bist, / das merkst du nicht. / Du gehst durch die Stadt, der Mann der alles hat, / du fŸhlst dich leer, willst doch mehr. / Schmei§ dein Geld, schmei§ dein Geld, in die Welt. / Lass mal los, mach dich gro§, warum versteckst du dich denn blo§? / Blick doch nach vorn, im Zorn! / Denn immer wirdÕs tŠglich nur schlimmer. / Es ist Zeit, es ist soweit, sei fŸr das Leben bereit! /

Sieh mich tanzen auf der Stra§e, den Wind von vorne im Gesicht. / Sieh mich tanzen durch den Regen, sieh mich und vergiss mich nicht /

Frag dich doch, willst du noch, willst du noch, das Alltagsjoch? / Du hattest einen Traum, der wohnt in einem Raum mit schwachem Licht, das erlischt. / Atme aus, atme ein, / und fŸhl dein Sein. / SpŸr die Kraft, die du hast, und mach den ersten Schritt, / komm mit mir aus dem Tritt. / Denn immer wirdÕs tŠglich nur schlimmer. / Es ist Zeit, es ist soweit, sei fŸr das Leben bereit!

Unterm Pflaster (© Text: M Wellershoff, Musik: P Bethge)

Ewig mŸde und kaputt, Alltagshelden ohne Ruhm. / Es liegt bei dir, du hast die Wahl, du schuftest billig oder nimmst Hartz IV. / Global denken, lokal kassieren, der Markt hat recht, sagt man dir. / Mach das Spiel mit, und spiel gut, sonst gibt es andere, die alles tun! /

Unterm Pflaster liegt doch der Strand, / grab dir den Weg frei ins neue Land! /

Das Haus ist noch nicht, abgezahlt, hey, Geld muss her, das ist klar. / Sie ist beim Baby, ist doch schšn, dir bleibt nichts Ÿbrig, als den Job zu tun. / Jeden Morgen, jeden Tag, Effizienz ist hier gefragt. / Erinnerst du dich an das Wort nein? Wirf den Schei§ hin, mach deinen Traum wahr! /

Du bist so sehr angepasst, dass du nicht mehr in dein Leben passt. / Und wenn du in den Spiegel siehst, siehst du nichts, weil's dich nicht gibt. / LebensmŸde ist, wenn du denkst, dass du zu mŸde fŸr dein Leben bist. / Spreng die Ketten, wirf sie weg, bevor Verpflichtung dein Leben frisst!

Ans Meer (© Text & Musik: P Bethge)

Hab dich heute sehr vermisst / wollte dich sehen / mit dir zur KŸste fahren / wŠr doch schšn / und dort am Strand Ÿberlegen was wŠr. / wenn wir auf WellenkŠmmen flšgen / durchs Meer / Badezeug eingepackt, / Grillgut gekauft / Sonnenšl ins Gesicht / Schwimmring getauft / mit dir in DŸnen schmoren / Schwei§ auf der Haut / dann mit dir am Strand rumliegen / und die Zeit gen All verbiegen. / Blau, blau, blau .... /

Will nur noch deine KŸsse / will nie mehr mŸssen mŸssen / will nur noch mit dir trŠumen / will gar nichts mehr versŠumen / will nur noch Wellen lauschen / will nur noch Muscheln tauschen / will BadetŸcher klauen / will gro§e Burgen bauen / will nur noch salzig schmecken / will dich am Sandstrand wecken / will Mšwen fliegen sehen / will mit dir tauchen gehen / will neue PlŠne schmieden / will mich nicht mehr verbiegen / mich nur noch von dir lieben lassen / jeder denkt das Eine / am Meer / (will nur noch mit dir trŠumen / komm doch mit mir ans Meer!) /

Hab dich heute sehr vermisst / wollte dich sehen / mit dir zur KŸste fahren / wŠr doch schšn / und dort am Strand Ÿberlegen / was wŠr, / wenn wir auf WellenkŠmmen flšgen / durchs Meer / Sonnenglut auf der Haut / kŸhl streicht der Wind / mit dir in TrŠumen baden / wo wir auch sind / Salz auf den Lippen / dein Duft bricht sich Raum / Spur von Salz auf deinen Fesseln / lŠsst mich ganz die Welt vergessen / Blau, blau, blau ....

Mir gehtÕs gut (© Text: M Wellershoff, Musik: P Bethge)

Warum ist eine Frage, der die Antwort fehlt, / ich wŸnschte, ich kšnnte sagen, was am Ende wirklich zŠhlt, / ist es einsam manchmal besser, als zu zweit allein zu sein? / Du hast mich schnell vergessen, doch ich war lang von dir besessen. /

Ja, mir gehtÕs gut, / du bist mir nicht mehr wichtig, deine Liebe null und nichtig. / Ich sagÕ ja, zu mir selbst / ich hab dich Ÿberwunden, und ich habÕ / mich gefunden /

Schwarz ist fŸr dich blŸtenwei§, und das Grau malst du mir blau, / ja, du fŸhrst mir den Beweis, du bist obersuperschlau. / Gib zu, du hast noch niemals an unser Team geglaubt / wollt dich niemals betrŸgen, doch du erzŠhltest mir nur LŸgen.

†berwunden / mich gefunden / Ÿberstanden / unverstanden / fortgegangen / und von vorne angefangen.

Die Erde dreht sich andersrum (© Text: M Wellershoff, Musik: P Bethge)

Es kšnnte jeder Morgen sein, alle rennen, ganz allein / zur S-Bahn, wo sie wartend stehn, von Ferne noch kein Zug zu sehen. / Die Morgenzeitung in der Hand, jeder lebt in seinem Land. / In diesem Grau ist ein Gesicht, ich seh es, und vergess es nicht. / Ich starre dich von weitem an, die Zeit hŠlt still, sekundenlang, / mein Kopf zeigt einen Liebesfilm, in der Bahn zwei Fremde, zu Beginn. / Zwei LŠcheln, die sich schnell verstehn, zwei Menschen, die das Gleiche sehen. / Ein langer Kuss, perfektes Paar, vergessen ist, was gestern war. /

Die Erde dreht sich andersrum, seit ich dich sah, weiss ich warum / die Sonne scheint auch in der Nacht, du hast aus Dunkel Licht gemacht. /

Vier Meter sind es bis zu dir, soll ich gehen? Bleib ich hier? / Du kšnntest auch ein anderer sein, die Phantasie ein dŸnner Schein. / Sind TrŠume nur zum TrŠumen da, ist Wirklichkeit auch wirklich wahr? / Zwei Lebensinseln, weit getrennt, und keiner, der Ÿbers Wasser rennt. / Von Ferne rollt der Zug heran, ich sehe dich noch immer an. / Sekunden laufen tatenlos, Momente zum Entscheiden blo§, / die Menge schwimmt, du treibst mit ihr. Ich laufe los, ich will zu dir, / der Zug fŠhrt ab, ich sehe dich, du blickst zurŸck, und du siehst mich. /

Der Morgen danach (© Text: M Wellershoff, Musik: P Bethge)

Es ist mir immer leicht gefallen, / ihre Namen sind mir lŠngst entfallen. / Ich habe niemals mitgezŠhlt, / mit Zweifeln mich noch nie gequŠlt. / Ich hatte allerhšchstens Mal / die wunderbare Qual der Wahl. / Ich habe auch nicht nachgedacht. / Nur ganz genau so weitergemacht, / nur ganz genauso... /

Manchmal in der Nacht davor / denk ich an den Morgen danach / ob ich es mir / wieder so einfach machen darf /

Meine blauen Augen lŸgen, / kšnnen so viel Schmerz zufŸgen. / Ich habe sie so oft verletzt, / doch die Hoffnung stirbt zuletzt. / Ich habe nie zu viel versprochen, / mein Versprechen noch gebrochen. / Illusionen habe ich geboren. / Illusionen haben sie verloren, / Illusionen ....

So schwer zu sagen (© Text: M Wellershoff, Musik: P Bethge)

Ich mšchte dir jede Nacht, den Mond vom Himmel holen, / und jeden neuen Tag mit dir wiederholen. / Will dich morgens wecken, nach deinen TrŠumen fragen. / Doch die Worte wollen sich in mir verstecken. /

Denn es ist so schwer zu sagen, was Worte tragen, / so schwer. / Schwer zu verstehen, wenn Worte fehlen, / fŸr uns. /

Warum hšrst du nicht, was mein Schweigen schreit? / Warum spŸrst du nicht, was mich zu dir treibt? / In meinem Kopf hab ich dir schon alles gestanden. / Doch bleibt jedes Wort / in meinem Herzen gefangen.

Nein Danke (© Text: M Wellershoff, Musik: P Bethge)

Ich wei§ genau, was man von mir erwartet / und was ich der Gemeinschaft bringen soll. / Ich habe nicht auf eure FŸrsorge gewartet / und auch keine Zuwendung gewollt. / Nur Schafe wandern in der Herde / und lassen sich zum Schlachthof fŸhren. / Glaubt nicht, dass ich mich fŸhren lassen werde, / denn ich werde niemals ein Schaf sein. /

Nein danke, ich will kein Geld, / nein danke, will keinen Ruhm, / nein danke, ich schenke euch die Welt. /

Lasst mich blo§ mit eurem Geschwafel zufrieden, / ich hšre sowieso nicht, was ihr mir sagt. / Lasst mich raus aus eurem KŠfig der LŸgen. / Frei ist nur der, der auch etwas wagt. / Ihr glaubt ja selbst nicht an eure Werte, / die sind doch nur fŸr die doofen Schafe da. / Wer nicht selbst denkt, denkt das Verkehrte. / Dreht euch um, es ist keine Herde mehr da.

Die Helden werden nicht vergessen (© Text: M Wellershoff, Musik: P Bethge)

Gib mir bitte einen Sinn, dass irgendetwas irgendetwas meint. / Lass mich wieder daran glauben. / Ist das alles ganz egal? Ob man glŸcklich oder gar nichts war? / Sag mir, warum man etwas soll, / wenn davon nichts bleiben kann? /

Die Helden werden nicht vergessen, / sie Ÿberleben ihre Zeit. / Lass uns auch zu Helden werden, / damit von uns noch etwas bleibt. /

Wei§t du, was du wirklich fŸhlst? Und ob es zŠhlt, wenn du mich spŸrst? / SpŸrst du den Wind der Ewigkeit? / Sind wir nur der Sand, der langsam durch das Uhrglas rinnt? / Soll ich deinen Worten glauben, / das mit dem Ende was beginnt?



Want to be Rich

[Someone, someday] © T: M Wellershoff, M: P Bethge

When you wake up, so lonely, you don't know why and then the sun is rising slowly, Another day, is waiting no time to cry just look ahead, get up and go out and try

There will be someone for today, tomorrow, to stay, there will be someone for you too, not far away

Start with a smile, And keep it, just for a while and I know you will feel soon better And say hello, To someone Who's walking by, and he will stop and then he won't say good-bye

There will be someone for today, tomorrow, to stay, there will be someone for you too, not far away

[A Hundred Ways] © T: M Wellershoff, M: P Bethge

It's been so frustrating much more than I was anticipating. Why was I still waiting though I knew that you were dating?

I had been trying at the same time I was denying you were not realizing that you and me was the right thing. Why was I so wrong? I guess my love was just too strong. I always thought of you when you had better things to do.

I have tried a hundred ways to make you love me

I brought you some flowers I tried to show you all my power I was bright and funny I even made the rainy days sunny. I took you for dinner I exercised and I got so much thinner I was the good guy when someone else made you cry

I have tried a hundred ways to make you love me

Why was I so wrong? I guess my love was just too strong. I always thought of you when you had better things to do. I was hoping for your call but then you never called at all. It still hurts so much but I have finally given up.

I have tried a hundred ways to make you love me



Glaubst du, dass es Liebe ist?

[Ich drehe die Geschichte um] © T: M Wellershoff, M: P Bethge

Ich wŸnsche mir die Zeit zurŸck, als nichts entschieden war. Ein Zukunftsbild zurecht gerŸckt, nichts war damals klar. Tausend Wege ging ich nicht, ich hab mich oft geirrt, der Nebel war oft viel zu dicht, ich habe mich verirrt.

Die Zukunft ist herangerŸckt, das War hat sich entfernt. Die Frage, gibt es ein ZurŸck, hab ich erst gelernt. RŸckwŠrts sieht es anders aus, als man nach vorwŠrts denkt. Kein Steuermann im FŸhrerhaus, der in die Zukunft lenkt.

Ich drehe die Geschichte um, ich geh zurŸck, ich kehre um! Ich leb mein Leben noch einmal, die Einbahnstra§e ist doch viel zu schmal.

Alles hab ich nie gesagt, im Dunkeln sieht man nicht. Was wichtig war, blieb ungefragt, ich aber fragte mich; Zeigt die Zeit, was richtig ist? Oder geht sie blo§ vorbei? Weisst du, wer du heute bist? Ist dir das einerlei?

Die Stra§e teilt sich immer noch, ich hab die Qual der Wahl. Fehler mach ich leider, doch nie zum ersten Mal. Ich wŸnsche mir die Zeit zurŸck, als nichts entschieden war. Momente hatten noch genŸgt, mir war das nicht klar.

[Ich freu mich] © T+M: P Bethge

Hallo mein Schatz, ich freu mich sehr, nun liebst du mich, das war recht schwer, ich freu mich dass du mit mir gehst und endlich mir zur Seite stehst, ich freu mich wenn auch du dich freust, selbst wenn du dann mein Geld versŠufst, ich freu mich sogar wenn du lachst, Witze auf meine Kosten machst.

Ich freu mich!

Ich freu mich Ÿber jede HŠme, zu recht, wird Zeit dass ich mich schŠme, ich freu mich Ÿber jede Schuld, ganz vielen Dank fŸr die Geduld, ich kann verstehn wenn du vergisst, dass mein Geburtstag heute ist, ich liebe es, dir zu gefallen, du darfst mir gern auch eine knallen. Ich find es toll, wenn du mich quŠlst und meinen Kšrper dadurch stŠhlst, verzehre jeden KrŸmel Liebe, den du mir hinwirfst, sinds auch Hiebe, ich freu mich, wenn du andere fickst, denn das zeigt, wie spontan du tickst, und kommst du heut nacht nicht nach Haus, freu ich mich, denn du kommst mal raus.

Ich freu mich!

Und die ganze Welt hšrt zu, wenn ich dir endlich sage, du bist blšd und noch dazu eine echte Plage. Und die ganze Welt steht still, wenn ich dann merk, ich hab mich selbst sehr gerne und dich deshalb aus meinem Leben entferne!

Nun bin ich also ganz allein, und freu mich trotzdem, das ist fein, muss endlich keinen Frust mehr schieben, muss nur noch mich alleine lieben, ich freu mich, dass du traurig bist und dass nun dein Herz bald zerbricht, ich freu mich, denn nun siehst du mal, wie das ist mit Liebesqual. Ich wei§, du willst du mich wiedersehen, doch das wird sicher nicht geschehen, ich find es toll, wenn du nun winselst und uns die Zukunft rosig pinselst, es ist vorbei, Entzug geschafft, nun hab ich endlich wieder Kraft! Ich freu mich, und nun geb ich Gas, alleine machts doch viel mehr Spa§!

Ich freu mich!

[Jacqueline] © T: M Wellershoff, M: P Bethge

Ich sah dich an der Bar, und ich dachte mir, du bist so supersŸ§, du passt zu mir. Ich lud dich ein auf ein Glas roten Wein, die Welt schien endlich nett zu mir zu sein. Wir sprachen, und wir tranken bis sehr tief in diese Nacht, und ich fand, ich habe selten so gelacht. Am Ende haben wir uns lang gekŸsst, und ich habÕ dich sofort ganz schwer vermisst.

Jacqueline, Jacqueline! Willst du bleiben, willst du gehen? Willst du beides, willst mal sehen? Sag mir doch, was du willst. Jacqueline, Jacqueline! Mal bist du hei§, mal bist du kalt, mal sagst du jetzt, mal sagst du bald, sag mir doch, was du willst.

Ich hatte deine Nummer, und ich rief dich an, ich lie§ es lange klingeln, dann gingst du ran. Du warst so kŸhl, als wŠre nichts passiert, als hŠtten unsere KŸsse gar nicht existiert. Ein paar Stunden spŠter schlie§lich trafen wir uns doch, und ich war so froh, ja, es funkte noch! Wir haben uns bei dir zehn Mal geliebt! Die schšnste Sache, die es fŸr mich gibt.

Sieh dir an, wie der Schnee von gestern fŠllt, wei§er Zucker, der auch noch im Sommer hŠlt. Zarte Flocken liegen warm auf dem Gesicht, der Schnee von gestern taut doch nicht.

Die nŠchsten Tage hšrte ich nichts von dir, doch ich trŠumte, glaubÕ mir, jede Nacht von dir. Dann hast du mir gemailt: Du musst verstehen, wir kšnnen uns nun mal nicht wiedersehen. Ich war im siebten Himmel, und dann fiel ich tief hinab, ich rief dich gleich an, doch du nahmst nicht ab. Nun warte ich, dass du mich rufst, ich fŸrchte, dass du das doch niemals tust.

[Habs versucht] © T+M: P Bethge

Eiszeit regiert in Ewigkeit, gefrorene, bohrende Einsamkeit. Was ich wollte, das war ZŠrtlichkeit, doch du hattest fŸr mich keine Zeit.

HabÕs versucht und habÕ mich gleichzeitig verflucht. Du hast es einfach nicht gecheckt, was fŸr ein wunderbares Paar in uns steckt. Warum war ich so blšd? Du hast mir wohl den Kopf verdreht. HabÕ nur noch dich vermisst, doch du hast lŠngst einen anderen gekŸsst.

HabÕs versucht, verflucht, habÕ hundert Mal verloren. HabÕs versucht, geglaubt du wŠrst fŸr mich geboren.

Du nahmst meine Blumen gern. Ich schickte Karten, rief an von fern, ging fŸr dich Sachen kaufen, wŠrÕ sogar bis zum Nordpol gelaufen. Ich lud dich zum Essen ein, trainierte hart, wollt mŠnnlich sein. Ich war perfekt zum Reden, doch mehr als das wolltest du mir nie geben.

Du, gib mir mein Herz zurŸck, ich will es wieder, in einem StŸck. Du hast mich schwer verletzt, dein Gift hat meine Seele verŠtzt. HabÕ gehofft auf deinen Kuss, am Ende warÕs ein lauer Gru§. Noch hoffÕ ich auf ein Zeichen, dabei sollte ich es endlich begreifen.

[Schlaflos] © T: M Wellershoff,M: P Bethge

Gedanken hasten hin und her, rasen, stolpern, der Kopf zu voll und doch ganz leer. Neben mir kein Atem, ich bin allein, schlaf ein, schlaf ein, wenn der Mond schon schlŠft in der Nacht, lieg ich wach, ich denke, denke ich, ich warte auf das Licht.

Ich kann nicht schlafen.

In der Nacht fŠngt der Tag von vorne an, wie ein zweimal gezeigtes TV-Programm. Schalt jetzt um, schalt doch aus, ich wei§ nicht, wie, der Film ohne Anfang endet nie. Bilder flie§en in die Nacht, ich schlie§Õ die Augen, liege wach, ich denke, denke mehr, schlaf ein, schlaf dich leer.

Die Zeit steht still, die Zeit ist Ewigkeit, gestern, heute, morgen, eine Zeit, wenn Schlaf sich auf den Kšrper legt, und die Stadt im Dunkeln lebt. Ich lausch dem blauen Rauschen vom Verkehr, Stimmen, Rufe von weit her, GerŠusche dringen in mich ein, lasst mich schlafen.

Ich kann nicht schlafen, kann nicht mehr schlafen.

In der Nacht hat das HŠtte seine Zeit. Jedes Wenn eine verpasste Mšglichkeit. Mach die Augen zu, mach die Ohren dicht, vergrabÕ den Kopf, denk jetzt nicht. DŠmmern, dŠmmern, dšsen, dšsen, der Schlaf soll mich erlšsen, ich kriechÕ in mich hinein, schlaf jetzt ein, schlaf ein.

[Glaubst Du, dass das Liebe ist] © T: M Wellershoff, M: P Bethge

Du siehst mich an, du siehst mich nicht, und was ich will, das ahnst du nicht. Du denkst, ich bin der Freund, auf den du dich verlassen kannst. Der Mann zum Reden, der Mann ohne Angst. Der Mond ist blass, der Wind weht Heissluft in die Stadt, Schweiss auf der Haut, meine Zunge schmeckt ihn fast. Du sprichst und sprichst, was weiss ich, wovon, nicken, aha, und meine Lippen warten.

Glaubst Du, dass das Liebe ist?!

Bin nichts von dem, was du dir denkst, und wenn du an meinen warmen Lippen hŠngst, ziehÕ ich dich aus. Das ist mein Trick, ich zieh dich einfach aus, und du spielst mit. Ich sehe deinen Blick, du verstehst noch nicht, ich schlie§e deine Augen, jetzt spŸrst du mich. Du liegst nur da, und du wehrst dich nicht. Was du von mir hŠltst, das interessiert mich nicht.

Glaubst Du, dass das Liebe ist?!

Meine Hand auf deiner Haut, die Hitze brennt sich ein. Es gibt jetzt kein ZurŸck, das Spiel nimmt meinen Lauf.

HabÕ keine Eile, gehÕ langsam vor, eine lange Nacht steht dir noch bevor. Geruch von deiner Haut, alles ist erlaubt. Komm, fass mich an, kein Weg zurŸck, ich seh dich an, verstehe deinen Blick. Das ist kein Trick. Langsam bewegen, mir entgegen. Ich liege auf dir, und ich spŸre dich ganz, die HŠnde vergraben, ich weiss, was du kannst. Au§er Atem, nah an meinem Ohr, ich fŸhle jetzt, du kommst mir zuvor. Ich will mehr, ich habe keinen Willen. Die Explosion kann den Hunger nicht stillen. Es ist egal, wie du mich jetzt nennst. Und es kŸmmert mich nicht, was du denkst. Ganz egal, ob du mich nun magst, Sehen und Nehmen, das macht mir Spa§!

Glaubst Du, dass das Liebe ist?!

[Die Welt ist eine Simulation] © T: M Wellershoff,M: P Bethge

Der freie Wille ist nicht frei. Wir sind hier nicht allein. Sie steuern alles, was ich tu. Ich fŸhr aus, sie schauÕn zu.

Irgendwo ist eine andere Welt. Irgendwer herrscht Ÿber unsre Welt.

Ein Klick, und du verliebst dich schwer. Der nŠchste Klick ist Liebe. GefŸhle waren noch niemals frei. Ein Klick - und schon vorbei.

Irgendwo ist eine andere Welt. Irgendwer herrscht Ÿber unsre Welt. Irgendwer manipuliert uns. Irgendwer denkt auch fŸr uns.

Die Welt ist eine Simulation. Sie war es schon immer, das ist ja der Hohn. Wir suchen sie tŠglich zu verstehen, dabei ist alles Illusion

was wir sehen.

Dein Leben ist nur digital. Ob du das glaubst, egal. Null und Eins statt der Emotion. Dein Ich ist Illusion.

[Baby] © T: M Wellershoff, M: P Bethge

Baby, lass den Fluss der Zeit zurŸck zur Quelle flie§en, Baby, bitte lass den Regen wieder in den Himmel fliegen!

Meine Seele ist leergerŠumt, denn als du ausgezogen bist, hast du deine Mšbel mitgenommen. Meine Gedanken hallen von den WŠnden zurŸck. Die Flecken auf der Tapete, wo deine Bilder hingen, sind, was mir geblieben ist.

Mein Kšrper ist ein fremdes Hotel, mit einem Einzelzimmer fŸr mich. Ich wei§ nicht, ob ich in mir wohnen kann. Ich hoffe, dass du mein Zimmer mit mir teilst. Die TŸr ist fŸr dich offen, falls du kommst und bei mir bleibst.

[Wovon Du trŠumst] © T: M Wellershoff, M: P Bethge

Ich habe einen Traum, den trŠumÕ ich nicht nur nachts. Und wenn es Nacht ist, dann hŠlt er mich wach. Erst siehst du mich nicht an, doch ich seh nichts als dich. Mein Blick liegt auf dir, Baby, spŸrst du mich? Du bist noch weit entfernt, und trotzdem bist du nah. So fremd und so vertraut, schon beim ersten Mal. Was du denkst, kann ich hšren, ich flŸster dir ins Ohr. Wenn du fliehst, dann bleib stehen, hab keine Angst davor.

Sag mir, wovon du trŠumst, wenn du mich siehst. Sag mir, wovon ich trŠumÕ, wenn du bei mir bist.

Deine Hand auf meiner Haut, du brennst dich in mich ein. Ich spŸre dich von innen, ich bin nicht allein. Ich sehe, was du sagst, ich fŸhle, was du hšrst. Gedanken sagen mehr als Worte, die man schwšrt. Du wei§t, wenn es beginnt, gibtÕs kein Ende mehr. Doch denke die Geschichte nicht vom Ende her. Ich habe einen Traum, der hŠlt mich wach. TrŠumst du ihn heutÕ mit mir, oder schlŠfst du in der Nacht?

[Falscher Ort, falsche Zeit] © T: M Wellershoff, M: P Bethge

Ein anderer Tag schleicht sich herein. Du willst nichts sehen, lŠsst ihn nicht rein. Diehst dich um, ins Nichts gedreht. Denkst, dass das Leben andere Wege geht. Stundenlang, bewegst dich nicht. Du liegst auf dir, zuviel Gewicht. Atmest aus, du atmest schwer. du lebst noch und lebst doch nicht mehr.

Treibst davon, sinnenleer, weisst nicht was, wo, wann und wer. Falscher Ort, falsche Zeit, im Nirgendwo auf Ewigkeit.

GlŸcklich sind die nebenan. Perfekte Frau, perfekter Mann. Lachen, leben, sind zu zweit. FŸr dich war es noch nie so weit. Weil das Gestern auch das Heute ist, weil du nur noch ães war malÒ bist, lebst du dir selbst hinterher. Du spŸrst nichts, und du hšrst nichts mehr.

[Unbekannt verzogen] © T: M Wellershoff, M: P Bethge

Wir sind uns in den Arm gerannt und haben uns doch nie erkannt, verschlungen und den Blick vorbei, als wenn Illusion die Wahrheit sei. TrŠume haben uns verwirrt, haben uns in uns geirrt. Ich sah dir lange ins Gesicht, doch dich sah ich lange nicht.

Du gehst und drehst dich nicht mehr um. Ich bleib und frage mich: Warum?

SpŸrst du, dass man GlŸck nur lebt, wenn man nah am Abgrund steht? Du rennst weg, so schnell du kannst, bist doch nie schneller als die Angst. Wenn du dich landeinwŠrts hŠltst, wer dich verfolgt, das bist du selbst. Doch der Wind blŠst unverwandt alle Spuren aus dem Sand.

Du hast mich mit dir selbst betrogen, Das GlŸck ist unbekannt verzogen. Warum?

Lange schweigt das Telefon, ich warte auf das Warten schon. Ich lauschÕ dem Schweigen, lausche dir, die Stille hallt als LŠrm in mir. Ich seh mich an, ich seh zurŸck, ich sehe LŠcheln, sehe GlŸck. Verpasst, verloren und vorbei, Hšrst du nicht den stummen Schrei?

Du hast dich mit dir selbst betrogen Das GlŸck ist unbekannt verzogen.