17. November 21.00 Uhr im Hörsaal Hamburg

So! Die Einladungen für den Auftritt am 17. November im “Hörsaal” sind raus. Die Weiterreise in den Sonnenuntergang hat begonnen. Don’t you dare miss it!

Die Kitchen Cowboys Story geht weiter

Viel ist passiert in den letzten Monaten. Sänger, Keyboarder und Komponist Philip ist einem Ruf nach Kalifornien gefolgt, Trompeter Sönke hat eine neue musikalische Heimat im Soul gefunden und so mussten wir einige Energie investieren, um die Reihen wieder zu schließen. Inzwischen spielen wir mit Sängerin Christina und Keyboarder Christoph wieder in voller Besetzung und arbeiten an einem vollständig neuen Programm. Ein heimliches Comeback haben wir im Juli im Schutz des Hamburger Speckgürtels gewagt und fanden dabei viel Lob. Das “Hollenstedter Wochenblatt” meinte gar: “Das war großartig!”

Cowboys zum zweiten Mal bei Radio Goethe!

Geschichte wiederholt sich doch! Zum zweiten Mal seit der Entstehung des Universums hat der College-Sender Radio Goethe aus San Francisco eine Sondersendung über die Hamburger Ausnahmeband Kitchen Cowboys ausgestrahlt (HIER anhören). Wieder war ein Sänger der Band im Studio, den die Wirren des Lebens nach Kalifornien verschlagen haben. Wieder müssen sich die Cowboys nun neu erfinden und feiern gleichzeitig ihr Zehnjähriges. Wir danken Arndt für die Gelegenheit, Annika für die charmante Co-Moderation und unseren Fans in aller Welt für die Treue (Radio Goethe wird auf 54 Sendern von Australien über Polen, Schweiz, Deutschland, Kanada, Slowenien, Tschechien und den USA ausgestrahlt)!

Kitchen Cowboys, Glaubst Du, Dass es Liebe ist? (Oxmox, 8/8/07)

Nach drei englischsprachigen Alben veröffentlichen die sieben Hamburger von Kitchen Cowboys nun ihren ersten deutschsprachigen Longplayer. Bassistin Marianne Wellershoff liefert poetische, oft ironische Texte, die von Sänger Philip Bethge in erfrischende Popmusik eingebettet werden. Besonders charakteristisch für den Sound sind diverse Blasinstrumente. Trompete, Mundharmonika und Geige sorgen für die nötige Würze, und zaubern dem Hörer hier und da ein Lächeln ins Gesicht! (5 Sterne)

Neue Westfälische, Feb.’07:

…Sehr modern und gar nicht gentlemanlike. Aber irrsinnig gut…

Gute Deutsche Küche (Brigitte, 1/07)

Der Legende nach trafen sich 1999 drei junge Männer in einer Küche in Hamburg-Altona und beschlossen weinbeseelt die Gründung einer Band. Die Kitchen Cowboys begannen mit Cover-Versionen von Tom-Waits-Songs. Mittlerweile macht die Combo (inwischen auf sieben Mitglieder angewachsen) eigene Musik. Ihre Debüt-CD “Glaubst du, dass es Liebe ist?” (indigoteam) ist ein Stilmix aus Element of Crime und Poems for Laila, die Texte sind deutsch, klug, ironisch, der Gesang von Philip Bethge eigenwillig, der Sound eine spannende Mischung aus Pop und Jazz, unterstützt von feinen Bläser und Streich-Arrangements.

“Welt”, 4. September ’04

Spaziergang mit einer sympathischen Projektion

Schon toll, so eine Stimme: dunkel, leicht heiser, warm, tief aus dem Körper heraus. Sexy kann man so eine Stimme finden, sexy findet sie zumindest Nele, die Protagonistin von “Dirty Talk”, einer von sieben Liebesgeschichten aus “Nah dran” (Steidl Verlag), dem demnächst erscheinendem zweiten Band mit Erzählungen der Spiegel-Redakteurin Marianne Wellershoff. Sexy. Nele will mehr, mehr von dieser Stimme, und schon hat sie ein Problem. Der Mann zur Stimme, er scheint ganz anders, und auch er scheint ein Problem zu haben. Auch Steffen will mehr, mehr von Nele, der Nele, wie er sie sich so vorstellt. Und schon passt gar nichts mehr. Schon sind wir beim Kern der Geschichten aus dem libidinösen Alltag der “frei flottierenden Gro§stadtintelligenz” (Klappentext), bei den famosen Diskrepanzen zwischen den inneren und äußeren Zuschreibungen, den Projektionen, die jeder von sich selbst und seinen Gegenübern spazieren führt. Amüsant, unterhaltsam ist das. Solange man sich au§erhalb des Projektionsraums aufhält und nicht gerade selbst verstrickt ist.

Donnerstagabend, eine schicke Büroetage mit Balkon und Hafenblick, Ÿber einem schrabbeligen Parkhaus gelegen. Ein beredter Haufen von Menschen, die einander zumeist zu kennen scheinen. Sekt, Bier, Cracker, Salzbrezeln. Gespräche. Literarischer Salon bei Madame Wu nennt sich die Veranstaltungsreihe, und an diesem Abend steht Marianne Wellershoff im Mittelpunkt. Einen Familienfeier sozusagen. Nach einem kurzen Vorspiel mit der Neo-Country-und Spiegel-Redakteurs-Rockband Kitchen Cowboys, in der die Autorin einen erstaunlich subtilen Bass spielt, liest sie zum Zwecke der Vorstellung ihres neuen Buches einen längeren Abschnitt aus “Dirty Talk”, und dann geht es mit den Kitchen Cowboys weiter.

Und sie liest gut. Dunkel, weich, leicht heiser klingt ihre Stimme. Und mit fortschreitender Dauer gewinnt sie an Sicherheit, verlangsamt den Takt, schmiegt sich an die verschiedenen Rollen im Text an. Nicht dass sie Nele wäre. Oder Steffen. Aber es sind ihre Geschichten, die sie in die Form von Erzählungen transponiert hat, die sie nun mit leisem Humor und Selbstironie umkreist. Es liegt nicht am Sekt, dass man schließlich beschwingt in die Spätsommernacht schlendert. sth

“Eimsbüttler Wochenblatt”, August ’04

Die Kitchen-Cowboys – Die Hinterhof-Band erfreut die Fans mit musikalischer Vielfalt.

Der Name ist Programm: Die Kitchen Cowboys gründeten sich 1999 in einer Hinterhof-Küche, wo sie zunächst “wie im wilden Westen” probten. Die Gruppe spielt mittlerweile eine eigenwillige, gefühlvolle Mischung aus Indie-Pop, Folk und Rock. Songwriter Philip Bethge und Texterin Marianne Wellershoff schreiben ausgesprochen melodische Songs, die von den Dramen des Alltags und den wirklich großen Momenten zwischenmenschlicher Beziehungen handeln. Mit Trompete, Akkordeon, Gitarre, Keyboard, Geige, Bass und Schlagzeug schaffen die Kitchen Cowboys daraus eine vielseitige und oftmals melancholische Klangwelt voller Energie und Leidenschaft. Die Kitchen Cowboys treten am Freitag, 13. August, 21 Uhr im Music-Club Live, Fruchtallee 36, auf. Eintritt 5 Euro.

“Zentralnerv”, Oktober ’03

Radio Goethe presents - German Bands Vol. II: Dieser Sampler ist aus 2 Gründen besonders hervorzuheben: Arndt Peltner, Botschafter fŸr das etwas andere deutsche musikalische Kulturgut in Übersee, hat wieder bei der Zusammenstellung der Compilation eine ausgezeichnete Spürnase bewiesen und namhafte deutsche Musiker wie Heinz Rudolf Kunze (“Da müssen wir durch”), Nena (99 Luftballons) neben noch unbekannte, junge Bands mit sehr viel Potenz gestellt und dabei aber immer seinen roten Faden nicht ausser acht gelassen. Musikalisch Wertvolles steht neben Wagnissen, Innovatives steht neben deutscher ausgewählter Lyrik und harmonisieren bzw. kommunizieren.

Von Fury in the Slaughterhouse adaptiert er eine wunderschöne Liveversion von “Come on.” Die legendären Faust veröffentlichen hier erstmals eine unreleased “War”-Version. Die mir unbekannten Kitchen Cowboys mit “Days like this” und Stereoblonde gefallen mir wegen der besonderen Ausstrahlung. Da von jeder Band auch die homepage abgedruckt ist, kann man sich stundenlang selbst weiterbeschäftigen.

Aber zweitens: Arndt hat nicht nur eine Schwäche für Franken, sondern auch ein Gespür dafür, was sich in diesen Reigen einreihen lässt. Wieder dabei Fade. Wieder dabei die Shiny Gnomes mit “Heartmoon”, die Limo vorerst mal als Pilot Version zur Verfügung stellte. Neueinsteiger sind Circus mit Bernd Helmer und Markus Kühn. Von den Fiddler`s hšren wir “Tangerine”, sozusagen den Schlussakkord aus ihrer starken Folk Raider-CD.

Auf zwei literarische Vertonungen möchte ich besonders hinweisen: Dracul bearbeiten den Erlkönig und die Schnitter die “Moorsoldaten”. Noch eine Bitte: Die Elenden, die eine Demoversion von “Kugel im Kopf” anbieten, sollten diese nicht mehr weiter bearbeiten und möglichweise sogar glätten (übrigens am 25.12. in Sonthofen live zu hören). Zusammen mit Goethe’s Erben haben wir hier eine geballte Ladung an Kreativität aufzuarbeiten. Dafür haben wir ein Jahr Zeit, denn so wie ich Arndt kenne, hat er den nächsten Sampler schon im Visier.

“Mothburgh Examiner”, 14.4.03

(ta) – Auf ihrer ausgedehnten Frühjahrstournee gastierten die Kitchen Cowboys am Samstag im Fools Garden, der alterwürdigen und es sei erlaubt zu sagen liebenswürdigen Kleinkunstbühne im Schanzenviertel, in der schon grosse Namen ihre Hamburger Karriere starteten, man denke nur an den unvergessenen ersten Auftritt der Tiger Lillies vor ein paar Jahren.

Doch zurück zu den Kitchen Cowboys. Als langjähriger Konzertbesucher weiss man um das Spagat, an dem sich die Band versucht: Zwischen Grand Prix und Indie-Dasein, Euphorie und Professionalität, perfekten Arrangements und verschrobenen Texten. Dass auch noch Selbstironie mitschwingt, macht es nicht leichter.

Und trotzdem war in dieser Nacht einiges anders. Der Rahmen war diesmal nearly perfect. Ein an Alter und Stand gut gemischtes neugieriges Publikum, das weit weniger von den Hard Core Fans geprägt war, wie es sonst typisch ist für die Auftritte dieser Band. Das machte die Sache entspannter, konzertanter und hatte Wirkung auf die Band.

Im ersten Set spielten die Cowboys wie zu erwarten hauptsächlich Songs der neuen CD, gut arrangiert, sicher im Gefühl mit einem sensationell gut aufgelegten Trompeter (Klaus Markus), dessen perkussive Einsätze perfekt mit Bass (wie immer kreativ und absolut sicher Marianne Wellershoff) und Schlagzeug (Achim Erz, der Maschinist und Spediteur des KC-Sounds) harmonierten. Wohlüberlegt zurückhaltend die Gitarre (Thomas Adler) und das Akkordeon, der Gesang (Philip Bethge) sehr stark, sehr unter die Haut, aber leider von einigen technischen Problemen (wann wird es endlich einen Mixer geben…) überschattet.

Einer skurrilen Tradition folgend machte die Band auch an diesem Abend eine ausgedehnte Trinkpause, um danach allerdings den Gipfel ihres Könnens zu erklimmen. Das zweite Set begann mit einer faustdicken Überraschung. Philip B. am Klavier, eine schöne Melodie, unterstützt nur von einer wunderbar gespielten Basslinie (Before you run). Damit sind also auch bei dieser Band die Tasten eingeführt. Nach diesem leisen Paukenschlag bot die Band ihr Bestes. Neue Songs, Synthesizer, mehrmaliger Einsatz einer harten Elekrogitarre, perfekter Sound, die Band demonstrierte deutlich, dass sie zum Teil schon weit über einen Samstagabend-4-Euro-Auftritt in einem kleinen Club hinausgewachsen ist.

Nach knapp 2 Stunden und 2 Zugaben war der offizielle Auftritt beendet, aber noch nicht der Abend. Denn auch diesmal wurden diejenigen, die noch länger am Tresen aushielten damit belohnt, dass die Band sich in der späteren Nacht nochmal überreden liess, den einen oder anderen Song zu spielen, wunderbar intim, so macht das Clubbing in der Schanze richtig Spaß. Den nächste Auftritt im Mai auf dem Kiez sollte man auf keinen Fall verpassen, denn hier ist etwas in Gange, was Grosses verspricht.